| Von Oskar Schlemmers Bildern zählt das Gemälde ‹Bauhaustreppe› zu den bekanntesten. Bei der Ausstellung ‚Entartete Kunst' (München, 1937) war Schlemmer mit fünf Bildern vertreten. Ab 1938 musste er an Tarnanstrichen für Militärflugzeuge und in Industrieanlagen sowie in der Lackfabrikation arbeiten. Was ist das Bauhaus?Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar als ‹Schule für Gestaltung› von Walter Gropius gegründet. Es geht zurück auf den Deutschen Werkbund. Beide, Werkbund und Bauhaus, heben die Bedeutung des HANDWERKS für die künstlerische Gestaltung hervor. Durch die Aneignung manueller Fähigkeiten sollte eine neue Formensprache entwickelt werden. |
| Abb. 2: Bauhaustreppe |
In der Zeit der Weimarer Republik galten die "Bauhäusler" wegen ihrer freizügigen Gesinnung als "links". In Folge konservativ-reaktionärer Entwicklungen musste das Bauhaus in kurzen Abständen seinen Standort wechseln: Weimar (1919 - 1925), Dessau (1925 - 1932), Berlin (1932 - 1933).
Zu den bedeutendsten Lehrern am Bauhaus zählten Walter Gropius, Mies van der Rohe, Paul Klee, Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Lyonel Feininger. Deren Verbundenheit mit dem jüdischen Geistesleben führte dazu, dass die Idee des Bauhauses als "jüdische Bauhauskultur" von den Nationalsozialisten diffamiert wurde.
Die wichtigsten Professoren und Bauhausmeister emigrierten nach 1933 in die USA oder wanderten darum in die Niederlande, nach Großbritannien, in die Schweiz oder nach Israel aus. Nicht zuletzt diese Emigration führte zur universellen Anerkennung des Bauhauses.
| Das Bauhaus erfährt seit einigen Jahren eine bisher nicht dagewesene Aufmerksamkeit. Besonders das Interesse aus dem
Ausland ist stärker als je zuvor. Bei uns ist das Bauhaus dagegen häufig nur noch vage im Bewusstsein der Menschen verankert.
Und doch ist seine Bedeutung in den angewandten und darstellenden Künsten ungebrochen. |
| Abb. 3: Wohnhaus im Bauhaus-Stil |
Möbel, Lampen, Schalen und Gläser finden sich nach wie vor in deutschen Wohnungen oder Chefetagen und in den Auslagen:
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| Abb. 4: Gedeck im Bauhaus-Stil | Abb. 5: Sessel im Bauhaus-Stil |
Die Fertigung der Gegenstände nach dem Grundsatz: "Die Funktion bestimmt Form und Ästhetik der Arbeiten mit Bezug auf das jeweilige Material" weckt offenbar das Interesse den Menschen an solchen Objekten:
| Das Bauhaus als Institution ist zwar tot, das Modell Bauhaus aber lebt! |
Bauhaus - Oskar Schlemmer - Drechseln
Eine ungewöhnliche ‹Triade› !
In einer Tagebuchnotiz vom 5.Juli 1929 führt er dazu weiter aus: "Abgeleitet von Trias = Dreiklang, ist das Ballett ein Tanz der Dreiheit zu nennen, des Wechsels der Eins, Zwei und Drei. Eine Tänzerin und zwei Tänzer: Zwölf Tänze und achtzehn Kostüme. Solche Dreiheiten sind ferner: Form, Farbe, Raum; die drei Dimensionen des Raumes: Höhe, Tiefe, Breite; die Grundformen: Kugel (Kreis), Kubus (Quadrat), Pyramide (Dreieck); Die Grundfarben: Rot, Blau, Gelb; die Dreiheit von Tanz, Kostüm und Musik, und so weiter."
Die Verbindung dieser Dreiheiten zum Drechseln ist durch die Dreiheit der Form gegeben. Bringt man nämlich den Kreis, das Quadrat oder das Dreieck zur Rotation, dann erhält man die rotationssymmetrischen Körper von Kugel, Walze bzw. Kegel, eben die drei Grundformen des Drechselns.
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| Abb. 7: Der Kegel als Rotationskörper des Dreiecks |
Abb. 8: Zylinder als Rotationskörper des Rechtecks |
Abb. 9: Der Kugel als Rotationskörper des Kreises |
Vom Figurinenplan zur gedrechselten Figur
"Das Triadische Ballett" nannte Oskar Schlemmer ein Tanzvorhaben, das er 1916-1920 skizzierte und das 1922 in Stuttgart zur
Uraufführung kam. Zu der Zeit war er schon zwei Jahre Meister am Bauhaus in Weimar. Danach, von 1925 bis 1929, übernahm er
die Leitung der Bauhausbühne in Dessau.
Für Kostüme und typische Gesten der drei darin auftretenden Tänzer gestaltete Schlemmer einen "Figurinenplan"
von 38,5 x 35,3 cm Größe:
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| Abb. 10: Figurinenplan des Triadischen Balletts von Oskar Schlemmer |
Als Figurinen bezeichnet man im Bühnenwesen "eine vom Theatermaler entworfene Kostümzeichnung" (Meyers Lexikon) oder "ein Modellbild für Theateraufführungen" (Brockhaus). Schlemmer meint damit von ihm entwickelte Kostümkörper, von denen er sagte, er ziele mit dieser Art der Darstellung auf eine erste "Demonstration raumplastischer Kostüme".
Auf der mittleren Reihe des Figurinenplans sind zwei mit Schreibmaschine geschriebene Aufkleber mit folgenden Inschriften angebracht:
| 1. Aufkleber: |
| "Triadisch", abgeleitet von Trias = Dreizahl, Dreiklang. Es sind drei Tänzer (eine Tänzerin und zwei Tänzer, die einzeln, zu zweien oder zu dreien tanzen), drei Haupt- farben der Bühne: zitronengelb, weiß und schwarz; es sind zusammen 12 Tänze in zusammen 18 Kostümen. |
| 2. Aufkleber: |
| Das Ballett entstand z.T. schon vor 1914. Teile davon wurden 1916 aufgeführt. Erstaufführung des ganzen Bal- letts 1922 im Landestheater in Stuttgart. Darauf in Weimar und Dresden. Später (mit Musik zu einer mecha- nischen Orgel von Paul Hindemith) in Donaueschingen und in einer Revue in Berlin. |
In einem Brief vom 4.Oktober 1922 an Hans Hildebrandt schreibt Schlemmer: "Wesentlich ist mir der symphonische Charakter des Balletts derart, daß für die einzelnen Tänze musikalisch-symphonische Bezeichnungen gesetzt werden könnten, zum Beispiel der Eroica-Charakter des dritten Teils; der Scherzo-Charakter des ersten. Der zweite ist schwerer zu bestimmen. Jedenfalls: erstens der burleske, pittoreske, zweitens der seriöse, festliche, drittens der heldische, monumentale."
Freude am Gestalten, am Erfinden neuartiger Gebilde und am Spiel mit Materialien waren für Schlemmer Beweggrund für die Komposition seines Triadischen Balletts. Die Triaden demonstrieren nach seiner Auffassung die Verwirklichung des "raumplastischen Kostüms".
Schlemmers Formensprache zeigt eine große Affinität zur drechslerischen Formgebung. Seine offensichtliche Freude an der farblichen Gestaltung dieser Kunstfiguren legt dem Drechsler nahe, sie durch verschieden farbige Hölzer, aber ohne Zuhilfenahme von Farben, Lasuren oder Beizen, also ganz naturbelassen auszudrücken. Weiter unten gegebene Hinweise zur Handwerklichen Arbeit verdeutlichen dies. Zugleich wird dort an einem Beispiel gezeigt, dass von den nachfolgend abgebildeten, gedrechselten Figuren manches Stück erst durch Variation zu seiner den Drechsler befriedigenden Gestalt gefunden hat.
In der nachfolgenden Präsentation der einzelnen Figurinen verweist die jeweils angegebene Zahl auf die Zeilennummer in
Schlemmers Figurinenplan, der ggf. nachfolgende Kleinbuchstabe a, b oder c auf die Position in der betreffenden Zeile.
So gebildete Bezeichner in runden Klammern () kennzeichnen die entsprechenden Drechselfiguren, während die Bezeichner in
eckigen Klammern [] auf zugehörige Werkskizzen verweisen.
Jede der 12 Zeilen im dreiteiligen Figurinenplan repräsentiert einen Tanz, den Schlemmer nach Zahl der darin vorkommenden Tänzer als Eintanz, Zweitanz bzw. Dreitanz bezeichnet hat. Sie werden im Programm der Uraufführung vom 30. September 1922 im Kleinen Haus des Württembergischen Landestheaters so genannt. Diesem Programm sind auch die Angaben zur Musik für diese Tänze entnommen.
Die Kostümentwürfe für 12 Ballett-Tänze in drei Aufzügen unter Hinzunahme von Musiken sehr unterschiedlichen Charakters lassen erahnen, wie Oskar Schlemmer sein Triadisches Ballett als Gesamtkunstwerk konzipiert und realisiert hat.
Die erste, gelbe Reihe
- burlesk und pittoresk
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| Abb. 11: Die gelbe Bühne |
Die Tänzer auf der gelben Bühne
1. Eintanz
Musik von Mario Tharenghi
Tänzerin mit quergestreiftem Rock und konkavem Dekolleté:
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| [1] | (1) |
2. Zweitanz
Musik von Enrico Bossi
Tänzerin mit konvexem Dekolleté und Taucher
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| [2a] | [2b] |
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| (2a) | (2b) |
| Tänzerin mit quer gestreiftem Rock und konvexem Dekolleté | Der Taucher |
3. Zweitanz
Musik von Enrico Bossi
Weißer Tänzer und weiße Tänzerin
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| [3a] | [3b] |
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| (3a) | (3b) |
| Weißer Tänzer | Weiße Tänzerin |
4. Eintanz
Musik von Enrico Bossi
Figur mit Kugelarmen
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| [4] | (4) |
5. Eintanz
Musik von Claude Debussy
Harlekin
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| [5] | (5) - 2. Fassung |
Die zweite, weiße (rosa) Reihe
- seriös und festlich
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| Abb. 12: Die weiße / rosa Bühne |
Anders als in Schlemmers Figurinenplan angegeben, war bei der Uraufführung des Triadischen Balletts die Bühnenfarbe der zweiten Reihe nicht weiß sondern rosa.
Die Tänzer auf der weißen / rosa Bühne
6. Eintanz
Musik von Josef Haydn
Tänzerin mit plissiertem Rock:
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| [6] | (6) |
7. Zweitanz
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Figur mit Harnisch und Figur mit Tütenrock
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| [7a] | [7b] |
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| (7a) | (7b) |
| Der Geharnischte | Figur mit Tütenrock |
8. Dreitanz
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Figur mit gestreiften Arm-/Beinkleidern,
Tänzerin mit Kugelrock und Figur Türkisch
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| [8a] | [8b] | [8c] |
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| (8a) | (8b) | (8c) |
| Figur mit gestreiften Arm- und Beinkleidern | Tänzerin mit Kugelrock | Figur Türkisch |
Die dritte, schwarze Reihe
- heldisch und monumental
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| Abb. 13: Die schwarze Bühne |
Die Tänzer auf der schwarzen Bühne
9. Eintanz
Musik von Josef Haydn
Tänzerin im Reifenrock
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| [9] | (9) |
10. Zweitanz
Musik von Baldassare Galuppi
Scheibentänzer
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| [10] | (10a) | (10b) |
11. Dreitanz
Musik von Georg Friedrich Händel
Zwei Tänzer mit der Goldkugel und eine Drahtfigur
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| [11a/c] | [11b] | |
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| (11a) | (11b) | (11c) |
| Tänzer mit Goldkugel 1 | Drahtfigur | Tänzer mit Goldkugel 2 |
12. Eintanz
Musik von Georg Friedrich Händel
Der Abstrakte
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| [12] | (12) |
Handwerkliche Details
Nicht jeder Kostümentwurf einer Figurine lässt sich drechslerisch 1:1 abbilden. Die Figurine des Harlekins (aus der ersten, gelben Bühne) mag ein Beispiel dafür sein, dass bei der Arbeit zunächst eine Lösung entstanden ist, die aber im Vergleich zum Entwurf nicht befriedigte. Daraufhin entstand eine zweite Lösung, die jetzt den Schluss der gelben Reihe bildet.
Harlekin:
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| Werkskizze [5] | Harlekin (5) - 1. Fassung | Harlekin (5) - 2. Fassung |
Die hier beispielhaft vorangesetzte Werkskizze verdeutlicht, dass dem Drechseln aller Figurinen die Anfertigung mindestens einer Werkzeichnung vorausgegangen ist, von der man die Proportionen und maßgenauen Details abnehmen kann. Für Drechsler sollte es als gute Gewohnheit gelten, für alle Gestaltungsaufgaben - auch für Schalen, Dosen oder dergleichen - vorher eine Entwurfskizze anzufertigen. Es ist nämlich leichter, ein unbefriedigendes Ergebnis auf dem Papier zu korrigieren als an einem misslungenen Werkstück Korrekturen vorzunehmen, die meist doch nicht zum gewünschten Ergebnis führen.
Am Beispiel von Schlemmers ‹Drahtfigur› lässt sich ein solches Vorgehen gut demonstrieren. Die Unverzichtbarkeit von Werkskizzen ergibt sich aus der geringen Größe aller Figurinen im Figurinenplan und aus ihrer jedenfalls in der Druckfassung sehr eingeschränkten Detailgenauigkeit, besonders bei den Grafiken der schwarzen Bühne. Figur 11b fällt dabei als besonders komplexes Gebilde auf. Die daraus entwickelte Werkzeichnung [11b-Prospekt] macht zwar die Proportionen und die Größe der geplanten Figur deutlich, die Form der Trägerfigur unter dem Drahtkostüm und die Anbringung der Drähte an der Figur selbst sind aus dieser Zeichnung aber nicht zu erkennen. Dafür bedarf es also einer weiteren Zeichnung, aus der diese Details dann erkennbar werden [11b-Korpus]:
Drahtfigur:
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| [11b - Korpus] | [11b-Prospekt] | (11b) |
| Werkskizze 1 | Werkskizze 2 | Ausführung |
Wie erwähnt, bestand die Gestaltungsabsicht, in der gedrechselten Umsetzung der Figurinen ohne künstliche Farben auszukommen. Um zu verdeutlichen, wie die Illusion der Farbigkeit bei den Figuren allein mit den Naturfarben der Hölzer realisiert wurde, folgt die Beschreibung der Holzwahl - stellvertretend für alle Figuren - am Beispiel des Türken aus der weißen / rosa Reihe.
Alle Figuren haben eine durchschnittliche Höhe von 180 bis 200 mm.
Noch eine Triade zum Schluss:
Tanz - Theater - Bühne
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Abb. 14: Tänzer nach einer Aufführung des Triadischen Balletts
Über sein Triadisches Ballett schrieb Oskar Schlemmer 1925 an Otto Meyer-Amden:
"Der Erfolg des Balletts war rauschend -
bis heute, weil es etwas Derartiges" [noch] nicht gab, "in der Erfindung nicht und nicht in der Präzision der Arbeit.
Dabei allen gefallend, weil es eine Linie hielt, vom Konventionellen bis zum Abstrakten, es brachte vieles, und jedem etwas.
Es ist so weit entfernt von dem Körpertanz der Seelentänzerinnen wie von dem immer entblößteren Dekorationskitsch der Revuen."
Im Aufsatz "Mensch und Kunstfigur" äußert er:
"Theater bezeichnet das eigentliche Wesen der Bühne: Verstellung, Verkleidung, Verwandlung."
Und in seinem Tagebuch findet sich unter dem 13. Juli 1925 der Eintrag:
"Bühne! Musik! Meine Leidenschaft! Aber auch: die Weite des Gebiets…
Der Phantasie freie Bahn. Hier kann ich neu sein, abstrakt, alles…
Hier deckt sich das Wollen mit dem mir Entsprechenden…
Hier bin ich selbst und bin neu. Einziger auf dem Plan, ohne Konkurrenz…"
![]() | Auf dem Faltblatt der Ausstellung "Oskar Schlemmer - tanz theater bühne", die 1994 in Düsseldorf stattfand, ist ein Foto abgedruckt, auf dem Schlemmer selbst im Kostüm des Türken als Tänzer bei der Uraufführung des "Triadischen Balletts" zu sehen ist. Im Vorwort zum zugehörigen Ausstellungskatalog heißt es, es zeige "einen Schlemmer, der als Choreograph wie Akteur, als Tänzer wie als bildender Künstler dem Geschehen auf der Bühne als einer sinnstiftenden Einheit intensiv verbunden war". |
| Abb. 15: Oskar Schlemmer als ‹Türke› im Triadischen Ballett |
Auch die hier beschriebene Drechselarbeit mag belegen, dass Oskar Schlemmers künstlerisches Schaffen lebendig geblieben ist und nichts von seiner inspirierenden Aussagekraft verloren hat.
Literaturhinweis:
Aus theaterwissenschftlicher Sicht behandelt ‹5› Babette Kraus "Oskar Schlemmer & die Bauhausbühne - Das Triadische Ballett" in einer Seminararbeit, die sie 1999 am Institut für Theaterwissenschafte der Universität München angefertigt hat.Bildnachweise:
Abb. 1, Portraitfoto von Oskar Schlemmer - http://www.staatsgalerie.de
Abb. 2: Bauhaustreppe von Oskar Schlemmer - www.mshodahl.com/artcarp.html
Abb. 3: Foto Wohnhaus im Bauhausstil - www.pro-future-massivhaus.de/Massivhaus-Bilder/Bilder-Haeuser-gross/Haeuser-500-375/Haus_32.jpg
Abb. 4: Foto Gedeck im Bauhausstil - www.elpais.com/recorte/20100121elpepucul_11/XXLCO/Ies/20100121elpepucul_11.jpg
Abb. 5: Foto Sessel im Bauhausstil - http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Bauhaus_Chair_Breuer.png/639px-Bauhaus_Chair_Breuer.png
Abb. 6: Ausstellungsprospekt "90 Jahre Bauhaus" (Thüringen 2009) - eigene Fotoreproduktion
Abb. 10: Figurinenplan zum Triadischen Ballett von O. Schlemmer - www.digischool.nl
Abb. 11-13: Figuren mit farbigem Hintergrund in Anlehnung an den Figurinenplan von O. Schlemmer - Fotomontage von Peter Denker
Abb. 14: Foto von einer Aufführung des Triadischen Balletts - http://img3.visualizeus.com
Abb. 15: Oskar Schlemmer im Tanzkostüm "Türkisch": www.museoreinasofia.es



























